Mönch, Werner

Figuren

„Figuren“ ist ein Workshop für Schüler-Innen der 5. Klasse der Waldorfschule Schwerin. Der Workshop führt jede(n) der Schüler:Innen zum Bau einer ca. 80 cm großen menschlichen Figur mit einer Oberfläche aus Stoff. Diese Klasse ist in einer angespannten Situation nach Klassenlehrerinnenwechsel. Das 5. Schuljahr bedeutet mehr Lerndisziplin als das 4.. In dieser Situation ist das Bauen dieser menschlicher Figuren geeignet das Selbstbewußtsein der einzelnen Schüler:Innen zu stärken. Es kann helfen sich den neuen Anforderungen in der Gruppe zu stellen. Dies gilt vor allem auch für die Schüler mit Förderbedarf. Die neue Klassenlehrerin, Frau Wölky-Staudt, ist von Haus aus Handarbeitslehrerin. Für den Stoffüberzug der Figuren in diesem Workshop ist sie die ideale Partnerin.
Zu Beginn des Workshops ist jede(r) Schüler(in) aufgefordert sich in der Phantasie ein menschliches Wesen zu erfinden. Dieses Wesen benennt sie (er) und zeichnet es. Die erste Phase der plastischen Arbeit besteht aus dem Erstellen eines Grundgerüsts aus Holz, Metall (Draht, Winkel, Schrauben), Schnur. Jetzt wird festgelegt ob die Figur steht, sitzt, geht, liegt, kniet, außerdem was sie mit den Armen macht, welche Kopfhaltung sie hat.
Die zweite Phase ist die Überformung des Grundgerüsts mit Materialien, die die Form des Körpers der Plastik ausgestalten (Stoff, Gips, Watte, Schnur, Schaumstoff). Dies führt zu einer vorläufigen Oberfläche, die später mit Stoff überzogen wird. Hier wird festgelegt ob die Figur dünn oder dick ist, einen großen oder kleinen Kopf hat, Brüste oder einen flachen Oberkörper, eine große Nase oder eine kleine, usw.. Es wird auch festgelegt ob sie eine glatte oder zerklüftete Oberfläche hat. Diese zweite Phase ist zentral bei der Ausgestaltung der Figur durch die Schüler und Schüleinnen. Hier geht es auch um die plastische Qualität.
In der dritten Phase wird die in der zweiten Phase entstandene Rohfigur mit Stoff überzogen. Der Stoff wird zur Haut der Figur. Jetzt wird zugeschnitten, genäht, geklebt. Vor allem dem Kopf aus Stoff den Chakter der beabsichtigten Figur zu geben ist eine Herausforderung. Dabei wird auch reduziert Farbe eingestzt (bei Bedarf).
In der vierten Phase vervollständigen die Schüler:Innen den Ausdruck der Figur durch Bekleiden und durch den reduzierten Einsatz von Farbe (Erdfarbe, Eitempera).
In der fünften Phase geht es um die Präsentation der Figuren. Einzeln oder als Gruppe? Welcher Hintergrund? Welches Licht? etc.. 

Waldorfvereinigunt Schwerin e.V.

Schloßgartenallee 59
19061 Schwerin 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werner Mönch

Bildender Künstler/Kunstpädagoge