Lange, Sven

Ich packe meinen Koffer

Kinder sehen bewusst oder unbewusst im Alltag Denkmäler, Gräber, Erinnerungstafeln, Fotos in Alben von Groß-oder Urgroßeltern, Filme im Fernsehen oder Internet, die sie neugierig machen und bestenfalls Fragen aufwerfen. Oft sind es Zeugnisse von Kriegen aus vergangenen Zeiten. Auch heute sind Millionen Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor Armut, Hunger, Naturkatastrophen, aber vor allem vor Gewalt und Krieg.
Das ist in Asien so, in Afrika, in Lateinamerika, aber auch in Europa. Für viele Menschen ist es unvorstellbar, dass es auch sie treffen könnte.
Kinder sind ebenso betroffen, wie Erwachsene. Erwachsene sehen eine Gefahr kommen oder nicht, sie bereiten sich vor oder auch nicht. Kinder erfahren oft erst von dem Unheil, wenn es da ist, weil Erwachsene nicht mit ihnen darüber reden wollen oder auch nicht können.
Das Projekt beginnt damit, dass Kinder in einem theatralischen Spiel sich auf einen Urlaub vorbereiten und ihren Koffer für eine Urlaubsreise packen. Während dieser Tätigkeit oder im Urlaub im fremden Land verändert sich die gesellschaftliche Situation zu einer aufkommenden Gefahr, die in den familiären Alltag einbricht.
Aus dem Urlaubskoffer muss nun ein Fluchtkoffer werden. 

6 bis 8 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren der Förderschule für geistige Entwicklung, der „Warnowschule Rostock“, entwickeln in dieser Projektwoche ein szenisches Spiel unter der Anleitung des Diplom-Schauspielers Sven Lange. Sie sollen befähigt werden, sich mit Empathie und Mitgefühl in eine ihnen bisher fremde Welt zu begeben und so einzutauchen in : „ Was wäre wenn ? Was nehme ich alles mit, in meinem Koffer, was bleibt zurück?“ Das Spiel baut auf die Theater-, Masken- und Circusworkshops der vorletzten 2 Jahre auf.
Es soll am letzten Tag der Projektwoche in der Schule aufgeführt werden. 

"Warnowschule Rostock", Schule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung

Helsinkier Straße 20
18107 Rostock 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sven Lange

Diplom Schauspieler